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Zecken sind gefährlich. Sie übertragen
zwei Arten von Erregern, die beim
Menschen bis zum Tod führen können.


Schützen Sie sich vor Borreliose!
Impfung nur gegen Frühsommer-Meningoenzephalitis
bluebird

Zecken sind gefährlich. Sie übertragen zwei Arten von Erregern, die beim Menschen bis zum Tod führen können. Gegen FSME, die Frühsommer-Meningoenzephalitis, gibt es eine Impfung. Nicht jedoch gegen Borreliose, die Lyme-Krankheit. Unser Rat: Schützen Sie sich selbst so gut es geht.

Die Zecke beißt den Menschen, wodurch ein Serum aus dem Körper der Zecke ins menschliche Blut gelangt. Handelt es sich um eine mit FSME-Viren infizierte Zecke, werden diese mit übertragen. Innerhalb von zwei bis 14 Tagen, manchmal auch erst nach vier Wochen kommt es zu grippeähnlichen Erscheinungen wie Fieber und Abgeschlagenheit. In der zweiten Phase treten schwerere Symptome auf: hohes Fieber, Kopfschmerzen, Lichtempfindlichkeit, steifer Nacken, Lähmungen von Gliedmaßen oder Atemlähmungen.

Virologen haben 1973 einen vorbeugenden Impfstoff gegen alle in Europa vorkommenden Zeckenviren entwickelt. Bei der sogenannten FSME-Impfung wird ein Totimpfstoff in den Organismus injiziert. Dadurch bilden sich Antikörper, die Zeckenviren unschädlich machen.

Dazu sind drei Teilimpfungen notwendig: Die erste Impfung sollte in der kalten Jahreszeit erfolgen. Die zweite Impfung 14 Tage bis 3 Monate nach der ersten Impfung. Sie bietet 90-prozentigen Schutz. Die dritte Teilimpfung - neun bis zwölf Monate später - bringt dann 100-prozentigen Schutz. Erst nach drei Jahren wird eine Impf-Auffrischung notwendig.

Keine Impfung gibt es gegen Borreliose. Auslöser sind bakterienähnliche Einzeller, die von damit infizierten Zecken bei Bissen übertragen werden. Antikörper sind meist zwei bis vier Wochen nach dem Stich nachweisbar. Eine Therapie mit Antibiotika in der Frühphase ist am erfolgreichsten.

Wer Borreliose nicht behandeln lässt, riskiert in der ersten Stufe Schwellungen der Lymphknoten, Lähmungen und Gefühlsstörungen; ebenso Herzprobleme, etwa in Form einer Herzmuskel- oder Herzbeutelentzündung. Jahre nach der Infektion können Gelenkentzündungen (Lyme-Arthritis) auftreten. Hinweis für einen Infekt mit Borreliose ist eine sich ausbreitende Hautrötung um die Stichstelle (Erythema migrans). Eine Antibiotika-Therapie ist dann dringend angezeigt.

Wie schützt man sich?
Kleidung, die den ganzen Körper bedeckt, reduziert das Risiko, von Zecken befallen zu werden, ebenso Insektenabwehrmittel (Repellents). Bei Verdacht hilft es auch, den ganzen Körper (inkl. Schambereich) abzusuchen.

Foto: (c) Wolfgang Schlagbauer / Text: wt / Datum: 2008-04-16 / 1 / 12


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Dr. Burger Schwandorf
 
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