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Jeder Dritte, der von einer Zecke gestochen wird, infiziert sich mit Borrelien-Bakterien.
Unbedingt gegen FSME impfen lassen Gegen Borreliose gibt es keine Impfung
Jeder Dritte, der von einer Zecke gestochen wird, infiziert sich mit Borrelien-Bakterien. Borreliose-Bakterien werden erst nach ca. sechs bis acht Stunden übertragen, deshalb ist es wichtig, die Zecke frühzeitig zu entfernen um eine Infektion zu verhindern. Das FSME-Virus wird dagegen von jeder 50. Zecke übertragen, wobei nur jede dritte Infektion zur Erkrankung führt. Von den FSME-Erkrankten sterben allerdings ein bis zwei Prozent.
Zecken sind klein aber gefährlich. Sie übertragen Borrelien-Bakterien und das FSME-Virus. Borreliose (Lyme-Krankheit) ist nicht tödlich. Sie wird in der Frühphase mit Antibiotika behandelt. FSME jedoch kann tödlich enden.
Virologen haben vor knapp 40 Jahren einen vorbeugenden Impfstoff gegen alle in Europa vorkommenden Zeckenviren entwickelt. Die FSME-Impfung wird in drei Stufen verabreicht. Die erste Impfung sollte in der kalten Jahreszeit erfolgen. Die zweite Impfung 14 Tage bis 3 Monate nach der ersten Impfung. Sie bietet 90-pro-zentigen Schutz. Die dritte Teilimpfung -neun bis zwölf Monate später - bringt dann 100-prozentigen Schutz. Erst nach drei Jahren wird eine Impf-Auffri-schung notwendig.
Experten sind sich uneins über die Frage, ob eine Impfung gegen FSME notwendig ist. Dr. Nikolaus Frühwein von der Bayerischen Gesellschaft für Immun-, Tropenmedizin und Impfwesen e.V. bezeichnet die Vorsorge-Maßnahme gegen Meningoenzephalitis als "unverzichtbar". Dem Online-Magazin "lifeline.de" gegenüber betonte er die Notwendigkeit "auch in Regionen, die bisher noch nicht als FSME-Risiko-gebiet erfasst wurden." Professor Reinhard Kaiser aus Pforzheim, der Zekkenviren in Langzeitstudien erforscht, relativierte gegenüber der ADAC Motorwelt (5/2011): "Schützen sollten sich vor allem Menschen, die sich viel im Freien aufhalten, ob beruflich oder privat." Eine FSME-Infektion äussert sich mit starkem Husten, Fieber, Müdigkeit, Kopf-, Rücken- und Gliederschmerzen. Magen-Darmbeschwerden, Übelkeit und Appetitlosigkeit. Im weiteren Verlauf kann es bis zu Lähmungserscheinungen in Armen und Beinen, Atemstörungen, epileptischen Krämpfen sowie Sprach- und Schluckstörungen kommen. Bei sehr schweren Fällen können Interferone eingesetzt werden - allerdings mit teilweise erheblichen Nebenwirkungen.
Etwa 90 Prozent aller FSME-Infektionen verlaufen ohne oder mit nur milden klinischen Symptomen wie Kopfschmerzen. Rund 10 Prozent der Fälle, so informiert "zeckenschutz.info" zeigen hingegen das lebensbedrohliche FSME-Krankheitsbild auf.
Die Zahl der in Deutschland gemeldeten FSME-Fälle ist zwar äußerst gering - sie liegt bei etwa 300 pro Jahr. Jedoch wäre gerade Bewohnern von Risiko-Gebieten, und dazu zählen vor allem Bayern und Baden-Württemberg, sich gegen das Virus immunisieren zu lassen.
Und Borreliose? Etwa jeder Dritte, der von einer Zecke gestochen wird, infiziert sich mit Borrelien-Bakterien. Auslöser sind bakterienähnliche Einzeller. Antikörper sind meist zwei bis vier Wochen nach dem Stich nachweisbar. Anzeichen für eine Infektion kann die Ausbildung einer Wanderröte an der betroffenen Körperstelle (lat. Erythema migrans) sein. Die Wanderröte sieht aus wie ein heller roter Ring oder auch Doppelring. Im Zentrum ist er typischerweise blasser als am Rand und weitet sich von der Einstichstelle nach aussen aus.
Etwa zwei Wochen nach der Infektion kommt es zu einer "Borreliose-Grippe". Mit einher gehen können Müdigkeits- und Erschöpfungsgefühle sowie Gelenkschmerzen. Der Arzt wird in der ersten Stufe mit Antibiotika behandeln. Wird die Borreliose nicht ausreichend behandelt, kann sich der Erreger im ganzen Körper ausweiten. Die Bakterien stören den kompletten Körper: Organe, Gelenke und Muskeln sowie das zentrale und periphere Nervensystem können befallen werden. Daraus resultieren unter anderem Sehstörungen und Herzprobleme. Bei einer chronischen Borreliose bleiben die Borreliose-Erreger im Körper und kommen immer wieder mal zum Vorschein. Zu den chronischen Krankheitsbildern zählen unter anderem die Lyme-Arthritis oder Borrelien-Meningitis (Hirnhautentzündung).
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