„Der neue Tag“ (NT) titelte am 24. März 2011 eine dpa-Meldung mit „Generation Sowohl-als-auch“ und beschreibt darin die Erwartungen von Deutschen zwischen 16 und 35 Jahren. Der Geschäftsführer des Zukunftsinstituts, Andreas Steinle, schreibt der Meldung nach den jungen Menschen von heute ein „Gefühl des Zwischen-den-Stühlen-Sitzens“ zu. Trendforscher sind der Ansicht, dass sich viele derer „durchs Leben zappen, ohne sich entscheiden zu können".
Die Generation „Sowohl-als-auch“ sei „extrem individualistisch“ aufgestellt (Matthias Horx, Zukunftsinstitut). Für nahezu 90 Prozent der Gruppe seien „Unabhängigkeit“ und „Spaßhaben“ besonders erstrebenswert. „Ganz oben auf der Prioritätenliste stehen (auch) Gesundheit, Fitness“ und viel Geld zu verdienen.
Und dennoch – trotz individualistischer Einstellung – können sich 49 Prozent der Generation ein Leben ohne Familie nicht vorstellen. Die Zukunftsforscher erkennen hierin eine „Renaissance des Familiensinns“. Wann allerdings der richtige Zeitpunkt für den Nachwuchs ist, darüber ist man sich nicht ganz sicher. Steinle: „Daher verpassen ihn viele.“
Den Projektmanager Christian Rauch, Autor des Trendmonitors, zitiert die dpa mit der Feststellung, dass die Zeitspannen, in denen das „richtige“ Leben zu organisieren sei, immer kürzer würden. Rauch spricht in diesem Zusammenhang von der „Rushhour des Lebens.“ „Früher“, so weiter im Text, „gab es Jugend, Familienleben, Ruhestand. Heute schieben sich mit „Post-Adoleszenz“ und „zweitem Aufbruch“ neue Lebensphasen dazwischen, wo okay ist, mit 40 noch ein Jugendlicher zu sein und mit 60 ein neues Leben anzufangen“