Heilfasten reinigt Körper, Geist und Seele

Wenn schon, dann richtig fasten. Ziel beim gesunden Heilfasten ist eine Regulierung und Gesunderhaltung unseres gesamten Stoffwechsel sowie der Körperfunktionen, insbesondere der Darmfunktion.

Es besteht ein enger Zusammenhang zwischen Verdauung und unserer Allgemeingesundheit. Wird der Darm durch Heilfasten regelmäßig gereinigt und entschlackt, werden nicht nur Befindlichkeitsstörungen reduziert. Dies wirkt auch bei chronischen Herz-/Kreislauferkrankungen, Diabetes, Allergien, Asthma und Rheuma vorbeugend und lindernd. Der Körper schaltet beim Heilfasten auf eine Ernährung von innen, körpereigene Nahrungsdepots um. Zuerst werden Kohlehydratreserven für die Energieversorgung herangezogen, die aber schnell verbraucht sind. Dann werden auch schon die Fettdepots angegriffen, doch dieser Prozess braucht Zeit. So mobilisiert der Heilfasten-Stoffwechsel Kraft und Leistung auf energiesparende Weise und aktiviert die inneren Selbstheilungskräfte. All’ diese Prozesse dienen der inneren Reinigung sämtlicher Organe, auch unseres Gehirns. Durch die Veränderungen im Hormonhaushalt kann es beim Heilfasten zu Zuständen wie großes Ruhebedürfnis, Ausgelassenheit, Euphorie, geschärfte Wahrnehmung kommen.

Die Gewichtsabnahme wird in den ersten Tagen deutlicher sein als in den folgenden Tagen, weil eben zuerst das Gewebe entwässert wird. Danach beträgt die Abnahme einige 100g täglich. Eine unangenehme Nebenerscheinung während des Heilfastens ist ein klebriger, pelziger Belag auf der Zuge, der unangenehmen Mundgeruch verursacht. Achten Sie auf mehrmalige, intensive Reinigung des Mundraums und gurgeln Sie mehrmals täglich mit Mundwasser. Gleichzeitig bedarf die Haut einer besonders intensiven Pflege, da auch über die Haut intensive Ausscheidungsvorgänge erfolgen.

Heilfasten ist nicht erlaubt während der Schwangerschaft und Stillzeit, bei ärztlich verordneter regelmäßiger Medikamenteneinnahme, bei Krebserkrankung oder Magengeschwüren, nach Knochenbrüchen oder Operationen sowie bei körperlicher Schwäche und Abgeschlagenheit. Besprechen Sie Ihr Vorhaben am besten mit Ihrem Hausarzt und lassen Sie sich gegebenenfalls untersuchen.

Einstieg ins Heilfasten mit Darmentleerung Während des Fastens geht es in der Regel um die Ausscheidung von Giftstoffen und Schlacken aus dem Körper. Im Idealfall, d.h. bei täglichem Stuhlgang, kommt man mit „sanften Mitteln“ wie Sauerkrautsaft, Buttermilch, Apfelessig oder Brottrunk aus. Wer Schwierigkeiten mit der Darmentleerung hat, kann zu den „harten Methoden“ wie Glaubersalz, Sennestee oder gar einem Einlauf greifen. Es ist keinesfalls erforderlich, am Abführtag einen „Wahnsinnsdurchfall“ zu erzeugen. Es ist völlig ausreichend, wenn Sie ganz normal auf die Toilette gehen können. Ständiger Durchfall während des Fastens birgt auch die Gefahr, dass jede Menge Mineralien und Nährstoffe aus dem Körper geschwemmt werden, die eigentlich besser drin bleiben sollten.

Wie lange Sie fasten wollen, bleibt Ihnen überlassen. Wichtig ist jedoch die Aufbauzeit nach den Fastentagen. Dazu gilt die Regel: Länge der Aufbauzeit: Anzahl der Fastentage geteilt durch 3! Kurzfaster, das heißt Heilfasten für etwa 1 Woche, sollen mindestens 2 bis 3 Aufbautage einlegen. Die Verdauungsorgane müssen sich nach dem Fasten erst wieder allmählich an ihre tägliche, eigentliche Arbeit gewöhnen.