Lachen ist so richtig gesund

Heute schicken wir Sie mal ins Kino. Drau­­ßen ist Winter, die Stimmung orientiert sich an der Trübheit des Wetters. Da ist ein Kino-Besuch genau das Richtige. Drei Filme dürfen wir Ihnen besonders empfehlen, bei denen Bauch- und Lachmusku­la­tur in Schwung kommen.

Nummer 1 ist aktuell ein richtiger Ren­ner in den bayerischen Kinos: “Eine ganz heiße Nummer” führt den Be­su­cher in die niederbayerische Gemein­de Gotteszell im Bayerischen Wald und nach Regensburg. Hintergrund: Der Tante-Emma-Laden ist von der Wirt­schaft­s­krise betroffen. Alles scheint aus­sichtslos, bis die Inhaberin Waldtraud und deren beiden Angestellten auf die Idee kommen, eine Sex-Hotline ins Leben zu rufen. Und das alles vor dem Hintergrund der streng-katholischen erz-konservativen Provinz. Genießen Sie bayerischen Wortwitz im originalen altbayerischen Dialekt. (Note 1!)

1997 gab es bereits eine ähnliche Ver­filmung. In “Ganz oder gar nicht” gin­gen seinerzeit fünf arbeitslose Briten strip­pend auf die Bühne (auf DVD zu haben)

2. Kino- Tipp: „Sommer Orange“ be­ruht auf einer wahren Begebenheit und zeigt den Einzug einer Berliner Bhagwan Kommune in ein ober­bay­­erisches Dorf im Jahr 1981. Der Zusammenstoß der Kul­tu­ren birgt einiges an Konflikt- und Witzpotenzial. Der Rück­blick ins Jahr 1980 zeigt, wie die Toleranz in unserer Ge­sell­schaft fortgeschritten ist (leben und le­ben las­sen). Man wundert sich, was noch vor 30 Jah­ren zum Auf­reger werden konn­­te. Be­sonders her­vor­­zu­he­ben ist der wun­der­­bare fil­me­rische Er­zähl­stil des Re­gisseurs Markus H. Ro­sen­müller, der diese wah­re Bege­ben­heit eines 12-jäh­rigen Mäd­chens per­fekt fil­misch in Szene ge­setzt hat. (Mindestens Note 2!).

Zu unserem 3. Kino-Tipp „Twilight – Breaking Dawn – Biss zum Ende der Nacht“ stellt sich die Mittelbayerischen Zeitung am 19. November 2011 die Frage, weshalb vorwiegend Frauen diesen Film sehen.

Zitat: „Unzählige Analyse haben ver­sucht zu erklären, warum diese Vam­pirgeschichte vor allem junge Mäd­chen und Frauen so sehr anspricht. Er­gebnis dabei oft: Sie stecken wei­ter­hin viel zu häufig in stereotypen Schub­laden fest und warten so wie Bel­la auf den starken Mann, der sie ret­tet. Die Filme können dies noch för­dern, heißt es von Experten.“

Wer doch wieder lieber lacht als sich einen Herz-Schmerz-Vampirfilm an­zu­sehen, dem empfehlen wir einen Klassiker aus der Videothek: Polanskis „Tanz der Vampire“. Die Horrorkomödie aus dem Jahr 1967 wurde von prisma Online (prisma.de) zur „raffinierten und ur­ko­mischen Hommage an das alte Hor­rorkino“ gekürt. Viel Vergnügen!

Lachen stärkt das Immunsystem
Der Volksmund spricht davon, dass der Mensch sich „krank lachen“ kann. Doch genau das Gegenteil ist der Fall. Lachen ist äusserst gesund und stärkt das Immunsystem.

Etwa 80 Muskeln werden bei aus­gie­bigem Lachen aktiv, darunter 17 im Ge­sicht. Die Atmung wir schneller, Bron­chi­en und Lungen kommen in Wal­lung. So kommt drei bis vier mal mehr Sauerstoff in unseren Körper. Die Durchblutung wird angeregt, die Ver­brennung von Cholesterin wird ge­för­dert.

„Beim Lachen erhöht sich zunächst der Herzrhythmus, sinkt dann aber dau­er­haft ab, sodass sich die Muskulatur der Arterien entspannt und sich ihr Vo­lumen vergrößert“, schreibt Mag.a An­gelika Stallhofer für das Portal enjoyliving.at.

Wer täglich zwei Minuten lacht, hält sei­nen Körper und Geist genauso fit, als würde er 20 Minuten Joggen. Kin­der müssten also eine unglaub­lich gu­te Kondition haben, kichern sie doch knapp 400 Mal pro Tag. Er­wachsene kom­men dagegen nur auf 15 Lacher.

„Die Experten sind sich einig: La­chen ak­tiviert positive Gefühle im Ge­hirn“, in­formiert das Online-Ma­gazin vigo der AOK. Lachen wirke befreiend und ent­spannend. Mediziner und The­rapeuten haben deshalb inzwischen er­kannt, dass das Lachen eine wich­tige kör­per­ei­gene Selbstheilungskraft ist, die in der Behandlung noch stär­ker ge­nutzt werden kann. Anstatt sich also ausschließlich auf die Symp­tome von Erkrankungen zu konzen­trie­ren, erinnern immer mehr Ärz­te ih­re Patienten an die eigenen Ressour­cen. Und hier spielt das Lachen eine wichtige Rolle.

In vielen Krankenhäusern und Alten­heimen tragen zum Beispiel Klini­kclowns dazu bei, die Stimmung der Pa­tienten zu verbessern und unter­stützen sie so bei ihrem Gesun­dungs­prozess.

Und in der Psychotherapie werden Lach­übungen als eine Art Ent­span­nungstechnik eingesetzt. Außer­dem helfen sie den Patienten, eine po­sitivere Lebenseinstellung zu ge­winnen.