Skip to content
Nicht selten berichten Patienten über morgendliche Nackenverspannungen, eingeschränkte Beweglichkeit oder ein diffuses Druckgefühl im Bereich der Halswirbelsäule. In vielen Fällen liegt die Ursache nicht ausschließlich in Belastungen des Tages, sondern auch in einer ungünstigen Lagerung während der Nacht oder in Ruhephasen.

Richtig liegen und die Hals-Wirbelsäule dabei stets entlasten

Geschichte des Schmerzes will gehört und verstanden werden

Das Gehirn verändert sich nicht linear, sondern durchläuft im Laufe des Lebens mehrere klar unterscheidbare Phasen, die jeweils von strukturellen und funktionellen Umorganisationen geprägt sind.

Die fünf Entwicklungsphasen des Gehirns

Hüftschnupfen: Hoch akute Erkrankung bei Kindern

Hüftschnupfen: Hoch akute Erkrankung bei Kindern

„Krippenfiguren mit Kriegsverletzungen“ – eine Weihnachtsgeschichte

Polyneuropathie: Nerven aus dem Gleichgewicht

Demenz - Bild von Claudia Peters auf Pixabay

Demenzprävention beginnt im Kopf

Der Mensch und sein Drang zur "Selfiefizierung" der Kultur

Der Mensch und sein Drang zur „Selfiefizierung“ der Kultur

Schwimmen: Bild von Pexels auf Pixabay

Schwimmen: fit und entspannt durchs Wasser

Polymyalgia rheumatica: Eine Autoimmun- Krankheit

Polymyalgia rheumatica: Eine Autoimmun-Krankheit

Geschichte des Schmerzes will gehört und verstanden werden

Nach einem Gespräch mit dem Physiotherapeuten Albert Jakob, erschienen in der Süddeutschen Zeitung vom 26. Februar 2026.

Albert Jakob: „Die eigentliche
Ursache des Schmerzes wird
schlicht zu selten gesucht.“

Rund 20 Millionen Menschen suchen in Deutschland jedes Jahr wegen Wirbelsäulenproblemen medizinische Hilfe auf – ein Drittel der erwachsenen Bevölkerung leidet an Rückenschmerzen. Die Kosten belaufen sich laut einer AOK-Studie allein auf über elf Milliarden Euro jährlich, und dennoch sinken die Fallzahlen nicht. Albert Jakob, Physiotherapeut mit über 40 Jahren Berufserfahrung (ehemaliger leitender Therapeut der deutschen Eishockey-Nationalmannschaft) sieht darin ein strukturelles Versagen: Die eigentliche Ursache des Schmerzes werde schlicht zu selten gesucht.

Wir erforschen die Ursachen

In unserer Praxis steht nicht die reine Symptombehandlung im Vordergrund, sondern die sorgfältige Erforschung der Ursachen. Grundlage jeder Therapie ist eine ausführliche Anamnese: Seit wann bestehen die Beschwerden? Wie verändern sie sich im Tagesverlauf? Welche Rolle spielen Bewegung, Belastung oder Lebensumstände? Erst wenn diese Zusammenhänge verstanden sind, können bildgebende Verfahren gezielt eingesetzt und therapeutische Schritte sinnvoll geplant werden. Denn Röntgen- oder MRT-Befunde zeigen strukturelle Veränderungen – die individuelle Schmerzgeschichte jedoch erschließt sich nur im Gespräch.

Auch Jakobs ganzheitlicher Ansatz – den er auch in seinem Buch „Schmerz – wir müssen reden“ (Westend-Verlag) beschreibt – setzt auf das Zusammenspiel von Körper, Geist und Seele. Seelische Belastung führe zu Muskelverspannungen, diese können sich verstetigen, die Faszien verkleben und Druck auf Sehnen und Knochenhaut erzeugen. Ein Teufelskreis entsteht, der sich ohne ganzheitliche Betrachtung kaum durchbrechen lässt. Deshalb fordert Jakob ein interdisziplinäres Modell – ähnlich dem Tumorboard in der Onkologie – das Ärzte, Physiotherapeuten und Patienten an einen Tisch bringt.

Kann viel Sport helfen bei Rückenproblemen?

Mehr Sport hilft nicht automatisch mehr. Wichtig sei, die tiefe Muskulatur rund um das betroffene Gelenk zu aktivieren und dann die Faszien durch federnde, wippende Bewegungen wieder beweglich zu machen. Alltagsintegration statt sturer Übungsroutinen lautet die Devise. Wer die Treppe statt den Aufzug nimmt oder beim Telefonieren aufsteht, legt bereits einen guten Grundstein. Auch die fast vergessene Kneipp-Therapie hält Jakob für einen unterschätzten ganzheitlichen Ansatz – wirkungsvoller jedenfalls als der aktuelle Trend, sich in Eiswasser zu stürzen.

Aus seiner Zeit im Spitzensport weiß Jakob: Entscheidend ist oft nicht die große Intervention, sondern die präzise Kleinigkeit – ein minimaler Dreh, eine gezielte Entlastung, die die gesamte Statik des Körpers verändert. Das erfordere Aufmerksamkeit für das Ganze. Genau daran, so Jakob, mangele es im medizinischen Alltag am meisten.

 

Downloads und PDF-Ansichten
An den Anfang scrollen